Warnstreik und Demo auch in Erfurt - Helmut Liebermann: „Der öffentliche Dienst ist nicht maßlos!“

Vor dem Hintergrund der laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst in Bund und Kommunen sind etwa 200 Beschäftigte am 8. Februar 2010 dem Aufruf der dbb tarifunion, verdi Thüringen, des Thüringer Beamtenbundes und der Komba-Gewerkschaft Thüringen gefolgt und haben in Erfurt die Arbeit in der Stadtverwaltung und anderen Bereichen zu einem befristeten Warnstreik niedergelegt. Sie verliehen den Gewerkschaftsforderungen nach einem linearen Einkommensplus und strukturellen Verbesserungen bei einer Kundgebung auf dem Fischmarkt Nachdruck.  
 
Der stellvertretende Vorsitzende der dbb tarifunion Helmut Liebermann, zugleich Landesvorsitzender des Thüringer Beamtenbundes, unterstrich die Volumenforderung von fünf Prozent: „Der öffentliche Dienst ist nicht maßlos, wie von Bundesinnenminister de Maiziere behauptet. Mit ihrer bisher in der Tarifrunde gezeigten Verweigerungshaltung schaden die Arbeitgeber der Gesellschaft. Ohne gutes und motiviertes Personal lässt sich eine Krise nicht meistern. Wer Geld genug hat, Steuergeschenke an Hoteliers zu verteilen, hat auch Geld genug für den öffentlichen Dienst.“ 
 
Der Landesvorsitzende der Kommunalgewerkschaft komba, Burkhard Zamboni, stellte klar: „Die Beschäftigten sind nicht die Spardose der öffentlichen Arbeitgeber. Nirgendwo im Tarifvertrag steht, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes beim Bäcker an der Kasse ihre Brötchen mit dem Hinweis auf Nullrunden günstiger bekommen. Und auch der viel gepriesene sichere Arbeitsplatz macht noch nicht satt.“

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