Das Ringen der Bundesländer um die besten Junglehrer hat begonnen!

Der tbb beamtenbund und tarifunion thüringen fordert die Verbeamtung der Lehrerinnen und Lehrer! In der Sitzung des Landeshauptvorstandes am 17.06.2010 in Eisenberg bekräftigte das zweithöchste Gremium des tbb diese Forderung, die bereits im April 2010 vom Gewerkschaftstag erhoben worden war. Unser Nachbarland Sachsen-Anhalt hat in dieser Woche die erste Runde im Personalgewinnungswettkampf der Länder im Lehrerbereich eingeläutet.

Das Versprechen der Landesregierung von Sachsen-Anhalt die Lehrerinnen und Lehrer bis zum Jahr 2020 zu verbeamten ist ein deutliches Signal in Richtung junger gut ausgebildeter Pädagogen. Dort hat man die Misere im Bildungsbereich bereits erkannt und reagiert. „Dass Thüringen vergleichbare Regelungen bis heute ablehnt, ist ein falsches Signal. Das Angebot verbeamtete Lehrerin oder verbeamteter Lehrer in Thüringen zu werden, wäre für viele gut ausgebildete junge Pädagogen ein großer Anreiz in Thüringen zu bleiben bzw. nach Thüringen zu kommen.“ weiß Helmut Liebermann, Vorsitzender des tbb.

Der Altersdurchschnitt der Thüringer Lehrerinnen und Lehrer überschreitet inzwischen das 50. Lebensjahr. Ein alarmierender Zustand. Im kommenden Schuljahr wird in Thüringen im Grundschulbereich die Arbeitszeit aller Lehrerinnen und Lehrer auf 100% erhöht, um einen ordnungsgemäßen Schulbetrieb sicher zu stellen. Weiterführende Schulen, Berufsschulen etc werden in den kommenden Jahren folgen. Der Lehrermangel in Thüringen ist nicht nur absehbar, sondern garantiert, wenn die Landesregierung nicht gegensteuert.

Hervorragend ausgebildeten (Studiumsbeste, die Redaktion kennt die Namen) Pädagogen kann man nicht über Jahre mit dem Versprechen einer Festeinstellung halten ohne Taten folgen zu lassen. Diese jungen Lehrerinnen und Lehrer haben in der Regel noch keine festen sozialen Bindungen in Thüringen aufgebaut bzw. können sich ohne Schwierigkeiten von diesen lösen, um wo anders neue aufzubauen. Sie haben es nicht nötig auf eine Entscheidung der Landesregierung, die möglicherweise auch noch negativ ausfällt, zu warten. Andere Bundesländer übernehmen diese sofort im Beamtenstatus. Bereits heute werden dieser Elite eindeutige Angebote gemacht, das Beispiel Sachsen-Anhalt zeigt dieses.

Thüringen ist aber auf solche Pädagogen angewiesen um das qualitativ hohe Niveau der Schulausbildung Thüringens zu halten. Um einer Bildungsmisere zu entgehen sollte die Landesregierung unverzüglich reagieren und Lehrerinnen und Lehrern die sofortige Verbeamtung anbieten

Pressemeldung zum Download PDF