Am Freitag, dem 9. September 2011 traf sich die Vorsitzende der tbb Frauenvertretung Christiane Scheler mit der Gleichstellungsbeauftragten der Thüringer Landesregierung Johanna Arenhövel in der tbb Geschäftstelle. Frau Scheler wurde begleitet von den Mitgliedern der Landesleitung Birgit Drischmann und Helmut Liebermann sowie der Leiterin der Geschäftstelle des tbb Maria Gollnau.
Hauptthema des Gesprächs war der Entwurf eines neuen Thüringer Gleichstellungsgesetzes, der voraussichtlich bis Ende dieses Jahres dem Thüringer Landtag vorliegen soll.
Dieser Entwurf wurde dem tbb aufgrund der Beteiligungsvereinbarung gleichzeitig mit der Zuleitung an die Ressorts zugestellt. So ist es den Frauenvertreterinnen des tbb möglich, mit der erarbeiteten Stellungnahme ihre Gedanken dazu einzubringen.
Einigkeit bestand vor allem darin, sich gemeinsam für die Ausweitung der Rechte der Gleichstellungsbeauftragten und damit die Stärkung ihrer Position einzusetzen. Der Gleichstellungspolitik wurde von allen Seiten eine erhebliche Bedeutung bei der Nutzung vorhandener Ressourcen sowie der Gewinnung neuer hochqualifizierter Fachkräfte zugesprochen.
Im weiteren Gesprächsverlauf ging es auch um Fragen der Durchsetzbarkeit und Sinnhaftigkeit der Einführung einer Frauenquote, die Rolle sowie die Möglichkeiten der Gleichstellungsbeauftragten in der Zusammenarbeit mit Arbeitgeber/ Dienstherr und Personalrat.
Frau Arenhövel war von 1990 bis 2004 Mitglied des Thüringer Landtages und arbeitete in dieser Zeit als einzige Frau durchgängig im Verfassungsausschuss. Die selbsternannte "Mutter der Thüringer Verfassung" ist seit dem 1. August 2004 die Beauftragte für die Gleichstellung von Frau und Mann beim Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit.
Der tbb setzt sich im Rahmen der Gleichstellungspolitik für flexible Arbeitszeitregelungen, Teilbarkeit von Führungspositionen, aufgabengerechte Freistellungsregelungen für Gleichstellungsbeauftragte sowie deren Klagerecht ein.
Mit dem Ziel einer engeren Zusammenarbeit zwischen dem tbb und der Landesgleichstellungsbeauftragten sind für die Zukunft weitere Gespräche geplant.
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