G-20 Gipfel: 3 Tage Sonderurlaub für Thüringer Polizisten

Für ihren Einsatz beim G-20 Gipfel in Hamburg erhalten die Thüringer Polizisten drei Tage Sonderurlaub.

Nach der Bekanntgabe durch den Thüringer Innenminister Dr. Poppenhäger, dass die Thüringer Polizisten nach der schwierigen Einsatzlage zum G-20 Gipfel nur einen Tag Sonderurlaub bekommen sollen, kritisierte der Landesvorsitzende der DPolG, Jürgen Hoffmann, die Entscheidung des Ministers.

Andere Bundesländer wie Berlin, Hamburg oder Niedersachsen haben entschieden, dass ihre Polizisten drei Tage Sonderurlaub erhalten.

„Es wird unseren Polizisten nicht zu vermitteln sein, warum es solch einen Unterschied zu Thüringen gibt“ erklärte Hoffmann. „Egal, aus welchem Bundesland die Kolleginnen und Kollegen kamen – sie alle waren den gleichen Belastungen ausgesetzt! Warum dies unterschiedlich gewürdigt wird, ist für unsere Kollegen, aber auch für uns als Gewerkschaft nicht nachvollziehbar. Wir erwarten von der Landesregierung, dass hier keine Unterschiede in der Leistungsbewertung gemacht werden und unseren Kolleginnen und Kollegen die gleiche Wertschätzung entgegengebracht wird, wie denen aus Berlin oder Hamburg! Drei Tage Sonderurlaub sollten da nicht zu viel verlangt sein!“ fügte Hoffmann abschließend hinzu.

Die Forderung zeigte Wirkung. Nachdem klar war, dass die eingesetzten Polizisten in anderen Bundesländern drei Tage Sonderurlaub erhalten, hat der Innenminister entschieden, auch den Thüringer Polizisten drei Tage Sonderurlaub zu gewähren.

„Wir begrüßen die Entscheidung des Innenministers, den Kollegen die gleiche Wertschätzung für ihre Leistungen entgegen zu bringen, wie dies bundesweit der Fall ist.“ so Hoffmann. „Es ist immer ein gutes Signal, wenn Entscheidungen nicht dogmatisch getroffen, sondern auch den Entwicklungen angepasst werden. Dies trägt auch wesentlich dazu bei, die Motivation unserer Kolleginnen und Kollegen im Dienstalltag zu erhöhen. Dafür möchten wir auch dem Innenminister unseren Dank aussprechen!“ erklärt Hoffmann abschließend.