16. Juli 2018

Verwaltungsreform Thüringen

Verhandlungen auf Kurs

In der zweiten Verhandlungsrunde am 12. Juli 2018 wurde es an vielen Punkten konkret. dbb und ver.di haben mit der Arbeitgeberseite vereinbart, dass betriebsbedingte Beendigungskündigungen ausgeschlossen und Änderungskündigungen infolge der Verwaltungsreform die Ausnahme sein werden. Sollte der Arbeitsplatz am alten Standort räumlich oder inhaltlich wegfallen, wird es ein Auffangnetz geben, dessen Einzelheiten derzeit noch verhandelt werden.

Kernforderung Einkommensabsicherung

Einigkeit besteht auch, dass die Thüringer Beschäftigten, die infolge der Verwaltungsreform künftig längere Arbeitswege haben, eher in den Genuss von flexiblen Arbeitszeitmodellen oder Telearbeit kommen werden. Die Frage nach einem Belastungsausgleich für längere Anfahrtswege ist noch nicht geeint und wird Teil der nächsten Verhandlungsrunde Mitte August. Dann kommt auch wieder unsere Kernforde-rung nach Absicherung von Einkommen für den Fall, dass es doch ausnahmsweise zu Herabgruppierungen kommt, auf den Verhand-lungstisch. „Hier liegt noch ein gutes Stück Arbeit vor uns," so Sebastian Wiegandt Verhandlungsführer des dbb.

Auf gutem Weg

Der dbb begrüßt die Zusage der Landesvertreter, dass auf die Belange Schwerbehinderter, älterer Beschäftigter und Beschäftigter mit besonderen familiären Verpflichtungen, wie die Pflege von Angehörigen besondere Rücksicht genommen werden soll. „Diese Zusage zeigt, dass wir insgesamt auf einem guten Weg sind," erklärte Wiegandt weiter.