Am 15. Januar startet die zweite Verhandlungsrunde der Einkommensrunde der Länder. Auch wir als dbb jugend thüringen machen auf die Forderungen aufmerksam und setzen uns für bessere Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst ein, denn Jugend ist eindeutig MEHRWERT!
Der Verhandlungsauftakt im Dezember 2025 war enttäuschend: „So absehbar es war, so ärgerlich ist es trotzdem, dass die TdL (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) sich als Tarifpartner präsentiert hat, der keinen Plan hat, kein Angebot macht und kein konstruktives Ziel verfolgt“, so dbb Chef Volker Geyer.
Vor allem junge Menschen brauchen stabile Zukunftsaussichten. Matthäus Fandrejewski, Vorsitzender der dbb jugend betont: „Ein Staat, der Stabilität predigt, muss diese auch seinen Beschäftigten bieten. Angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten sind unsere Forderungen für Auszubildende, Studierende und Praktikant*innen mehr als gerechtfertigt. 200 Euro mehr Einkommen sind kein Luxus, sondern Existenzsicherung!“ Besonders in Zeiten des Nachwuchsmangels ist eine faire Bezahlung essenziell, um junge Menschen für den öffentlichen Dienst zu Gewinnen. Eine Studie der dbb jugend in Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam (2024) macht deutlich, dass Extrinsische Anreize, monetäre Interessen und Absicherung dominierende Faktoren für die Attraktivität eines Arbeitgebers sind. Verbesserungen in diesem Bereich haben durchschnittlich die höchste Gewichtung. Umso wichtiger ist es, dass die TdL in der zweiten Verhandlungsrunde am 15. und 16. Januar in Potsdam ein angemessenes Angebot vorlegt.
Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten der Länder sieben Prozent höhere Einkommen, mindestens 300 Euro sowie weitere Verbesserungen. Die umfassenden Forderungen sind hier einsehbar.
Auch in Erfurt setzen sich viele junge Menschen für die Forderungen ein! Die Landesjugendvorsitzende der dbbjth Saskia Grimm betont: „Wir sind stolz darauf, im öffentlichen Dienst zu arbeiten. Nicht trotz, sondern wegen unserer Verantwortung für die Gesellschaft. Dieser Stolz bedeutet aber nicht, dass wir alles hinnehmen. Im Gegenteil. Gerade weil wir unsere Arbeit ernst nehmen, erwarten wir Respekt. Wir erwarten moderne Arbeitsbedingungen, funktionierende Gebäude, ausreichenden Platz für Personal und Bürgerinnen und Bürger. Wir erwarten Schutz, wenn wir bedroht oder angegriffen werden. Und wir erwarten, dass ein Arbeitgeber sich vor seine Beschäftigten stellt – und nicht wegschaut oder Verantwortung abwälzt. Dafür werden wir uns in der Tarifrunde einsetzen!“