29. November 2021
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Einkommensrunde TV-L 2021

Tarif-Konflikt beendet – „Knoten durchgeschlagen“

Erfurt/Potsdam. Heute haben sich der Deutsche Beamtenbund (DBB) und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) nach drei Verhandlungsrunden geeinigt.

Der Vorsitzende des Thüringer Beamtenbundes (tbb) Frank Schönborn dazu: „Die Verteilungskämpfe werden immer schwieriger. Grund ist, dass inzwischen Landeshaushalte auf Kosten der Beschäftigten saniert werden. Es hat sich bei den Arbeitgebern noch nicht herumgesprochen, dass wir ein Nachwuchskräfteproblem haben. Hier müssen Verbesserungen her, um im Wettbewerb um die besten Köpfe bestehen zu können.“

Positive Ergebnisse laut Schönborn seien eine steuer- und abgabenfreie Corona-Prämie von 1.300 Euro, lineare Steigerungen von 2,8 % zum 1. Dezember 2022 und ein spezielles Zulagensystem für Beschäftigte im Gesundheitswesen. Zudem fordert der Landesvorsitzende des tbb die zeitgerechte und systemgerechte Übertragung der Ergebnisse auf die Beamten.

Auch habe man den Anschlag auf die Eingruppierung der Beschäftigten abwehren können, wie dbb-Chef Ulrich Silberbach zum Tarifabschluss hervorgehoben: „Da aber die TdL in der Sache ohnehin vor dem Bundesverfassungsgericht klagt, warten wir diese Entscheidung ab und sprechen dann gegebenenfalls über die nötigen Konsequenzen.“

 

Zentrale Ergebnisse:

· 1.300 Euro Corona-Sonderzahlung (steuer- und abgabenfrei, spätestens im März 2022)

· 2,8 % Entgelterhöhung (zum 1.12.2022)

· Erhöhung der Pflegezulage von 125 Euro auf 140 Euro, der Infektionszulage von 90 Euro auf 150 Euro, der    Intensivzulage von 90 Euro auf 150 Euro, der Schichtzulage von 40 Euro auf 60 Euro, der Wechselschichtzulage von 105 Euro auf 150 Euro (alles zum 1.1.2022);

· Auszubildende erhalten 650 Euro Corona-Sonderzahlung und eine Entgelterhöhung zwischen 50 Euro und 70 Euro (Vertragslaufzeit 24 Monate)

 

Hintergrund:

Von den Verhandlungen sind etwa 3,5 Millionen Beschäftigte betroffen: Direkt ca. 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Bundesländer (außer Hessen), indirekt ca. 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen sowie rund eine Mio. Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger.

Pressemeldung vom 29.11.2021 als PDF

Flugblatt Einkommensrunde 2021 / Nr. 36

Sonderseite zur Einkommensrunde 2021