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03. September 2020
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Antrittsbesuch beim Thüringer Innenminister

In Ausbildung und Digitalisierung investieren

Zu langsame Digitalisierung in Thüringen und die viel zu geringe Ausbildungsquote waren am 1. September 2020 die prägenden Themen des Antrittsbesuchs der neuen tbb Landesleitung bei Innenminister Georg Maier.

tbb Landeschef Frank Schönborn und die stellvertretenden Landesvorsitzenden Nicole Siebert und Uwe Sommermann stellten die Ausbildungsinitiative des tbb vor und unterstrichen die Dringlichkeit der Digitalisierung in der Verwaltung. „Thüringen ist laut Digitalisierungsindex das Schlusslicht im Ländervergleich“, so Schönborn, der als Gründe unter  anderem zu stark diversifizierte Handlungskompetenzen und fehlende Freistellungen für Fachpersonal sowie mangelnde
finanzielle Ressourcen anführte. Weiter binde die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes sowie die Vorgaben des  Transparenzgesetzes zusätzlich Personal.


Innenminister Maier begrüßte das Engagement des tbb und wies auf die bereits erreichten Erfolge im Bereich der  Digitalisierung und die Fortschritte bei der Einführung der E-Akte hin. Die Corona-Pandemie habe für einen  Digitalisierungsschub in den Landesverwaltungen gesorgt. Weiter habe ein ressortübergreifender Ansprechpartner für Digitalisierung dazu beigetragen, Abläufe zu verbessern und Vorbehalte abzubauen. „Digitalisierung fängt in den Köpfen an“, bekräftigte Maier, der in diesem Bereich vor allem die Führungskräfte in der Verantwortung sieht.

Schönborn verdeutlichte, wie ernst es aus Sicht des tbb um die Ausbildung steht: „Der öffentliche Dienst in Thüringen
liegt mit einer Ausbildungsquote von 3,3 Prozent am Gesamtbeschäftigtenanteil an letzter Position im Ländervergleich.“
Der Freistaat müsse seine Ausbildungskapazitäten gerade in den technischen Berufen bereits mit dem Haushalt 2021 deutlich erhöhen. „Vor allem muss über Bedarf ausgebildet werden, um Fachkräfte für Thüringen zu gewinnen und zu  binden“, so Schönborn. Weiterhin bedürfe es neben eines einheitlichen und früheren Ausschreibungszeitpunktes für alle Ausbildungen im Landesdienst auch einer signifikanten Erhöhung der Ausbildungsstellen in allen Bereichen der  Landesverwaltung.

Innenminister Maier stimmte im Ergebnis zu, dass die Ausbildung und die Zahl der Auszubildenden für die Zukunft so zu entwickeln sei, dass die Landesverwaltung ihre Aufgaben auch weiterhin erfüllen könne.