05. Oktober 2020
Auf Facebook teilenAuf Twitter weitersagenArtikel versenden

EKR 2020 Thüringen

Mittagspausenaktion

„Wir können uns 30 Jahre nach der Wiedervereinigung nicht mehr damit abfinden, dass Beschäftigte im kommunalen öffentlichen Dienst immer noch unterschiedlich lange arbeiten müssen“, betonte dbb Fachvorstand Tarifpolitik Volker Geyer am 3. Oktober 2020 vor der Oberbaumbrücke in Berlin. „Die aktuelle Einkommensrunde in Bund und Kommunen ist daher ein guter Anlass, mit dieser Unsitte zu brechen.“

30 Jahre deutsche Einheit: Arbeitszeit in Ost und West endlich angleichen !!!
Zum 30. Jahrestag der deutschen Einheit hat auch der tbb beamtenbund und tarifunion thüringen die immer noch eklatanten Unterschiede für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Ost und West angemahnt.

Thüringen zeigte in Gotha Flagge. Wir setzen uns für Euch ein!

Hintergrund:

In den ostdeutschen Kommunen arbeiten die Beschäftigten im Schnitt 40 Stunden pro Woche, im Westen sind es 39. Im Interview mit der Rheinischen Post hat dbb Chef Ulrich Silberbach am 3. Oktober 2020 klargestellt: „Das ist zwar nur eine Stunde mehr, hat aber einen hohen symbolischen Wert. Die Beschäftigten im Osten geben den Kommunen seit Jahrzehnten einen Zuschuss in Form von Mehrarbeit. Damit muss 30 Jahre nach der Einheit Schluss sein. Daher fordern wir eine Absenkung der Arbeitszeit auf West-Niveau.“ „Tarifabschlüsse sind stets ein Gesamtpaket. Ich freue mich aber, dass es in dieser Frage viel Solidarität im Westen gibt“, sagte Silberbach und verwies auf die Befragung, die Forsa für den dbb durchgeführt hat. Danach finden nicht nur 88 Prozent der Ostdeutschen die Ungleichbehandlung sehr oder ziemlich ungerecht, sondern auch 66 Prozent der Westdeutschen. Vor allem Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes empfinden das sehr oder ziemlich ungerecht.