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22. November 2016
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dbb Branchentag

Sicherheit auf Fernstraßen ist in Gefahr

„Die Sicherheit auf Bundestraßen und Autobahnen wird von der Politik mutwillig gefährdet. Fehlende Investitionen in das Personal und die Infrastruktur erschweren den reibungslosen Betrieb immer mehr. Das Gerede über mögliche Privatisierung schafft zusätzlich Probleme“, sagte der Zweite Vorsitzende und Fachvorstand Tarifpolitik des dbb Willi Russ beim dbb Branchentag der Straßenwärter am 22. November 2016 im niedersächsischen Langenhagen.

Bereits heute würden in vielen Straßen- und Autobahnmeistereien wie im gesamten Straßenwesen händeringend Fachkräfte vom Straßenwärter über den Techniker bis zum Ingenieur gesucht, erklärte Russ. Durch das fehlende Personal steige die Belastung bei den vorhandenen Beschäftigten, was wiederum zu höheren krankheitsbedingten Ausfallzeiten führe. „Das ist ein Teufelskreis, der nur mit höheren Investitionen durchbrochen werden kann. Sowohl in Material und Arbeitsgerät, aber vor allem in anständige Gehälter. Das ist bei diesem harten Job, der nicht nur anstrengend sondern auch gefährlich ist, einfach nur fair. Der Beruf des Straßenwärters ist immerhin 13 Mal gefährlicher als vergleichbare Berufe in der Privatwirtschaft“, so Russ. Diese Botschaft hätten ihm die beim Branchentag versammelten Straßenwärter für die im Januar 2017 beginnenden Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) mit auf den Weg gegeben.

Neben fehlenden Investitionen in das Personal drohen aber auch strukturelle Probleme. Darauf machte Siegfried Damm, Bundesvorsitzender der VDStra.- Fachgewerkschaft der Straßen- und Verkehrsbeschäftigten, aufmerksam. Die geplante Übertragung der Verantwortung für die Fernstraßen von den Ländern auf eine neue Infrastrukturgesellschaft des Bundes habe zu großer Verunsicherung geführt. „Das ist in mehrfacher Hinsicht schwierig: Die Beschäftigten machen sich Sorgen um ihre Zukunft und potenzielle Bewerber werden abgeschreckt“, stellte Damm klar. Hier werde ohne Not in ein funktionierendes System eingegriffen. Auch Privatisierungen, die den Steuerzahler langfristig erwiesener Maßen teuer kämen, stünden immer noch im Raum. „Im Interesse der Beschäftigten und nicht zuletzt der Bürgerinnen und Bürger, die auf eine funktionierende Infrastruktur angewiesen sind, muss hier ganz schnell Klarheit für alle Beteiligten geschaffen werden“, forderte der VDStra.-Chef.

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