Das Voranschreiten der Künstlichen Intelligenz (KI) und deren sicherheitsrelevante Auswirkung auf die kritische Infrastruktur in Deutschland, weltweit aber auch im privaten Raum hat erschreckende Dimensionen angenommen, von denen ungeahnt, eine große Gefahr ausgeht. Jetzt ist Zeit zu handeln, die Sicherheitssysteme aufzurüsten und sichere Passwörter mit Passwortmanager und Passkey zu verwenden.
Das haben die rund 50 Teilnehmer zum IT-Sicherheitsvortrag am 25. August 2026 im Thüringer Landtag beeindruckend mitnehmen können. Der Referent Prof. Müller | Wirtschaftsinformatiker an der Dualen Hochschule Gera-Eisenach (DHGE) führte mit viel Fachexpertise durch den IT-Vortrag.
Der IT-Vortrag beschäftigte sich neben den sicheren Passwörtern und der Zwei-Faktor-Authentisierung zudem mit den Aspekten der Cybersicherheit und dem Schutz von Online-Zugängen durch auch grundlegende Maßnahmen zur Absicherung von Computern und Mobilgeräten.
Weitere Themen waren die Sicherheit beim Surfen im Internet, die richtige Einrichtung von Virenschutz und Firewall sowie der Schutz vor digitalem Identitätsdiebstahl. Dabei ging es insbesondere darum, Datenleaks und Doxing vorzubeugen und persönliche Informationen wirksam zu schützen.
Auch sichere digitale Identitäten spielten eine wichtige Rolle. Mit Angeboten wie der BundID und der EUDI-Wallet können Kommunikationspartner im Internet künftig besser und sicherer identifiziert werden. Darüber hinaus wurden die sichere Nutzung von Cloud-Diensten sowie wichtige Regeln zum Sichern, Verschlüsseln und sicheren Löschen von Daten behandelt.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem richtigen Vorgehen im Ernstfall. Wie lassen sich infizierte Systeme bereinigen? Welche Checklisten und Cybersicherheits-Lotsen helfen bei einem Sicherheitsvorfall? Vorgestellt wurde zudem der öffentliche Warn- und Informationsdienst der Bundesverwaltung CERT-Bund.
Die IT-Sicherheit ist ein komplexes Thema. Das größte Problem dabei ist, dass wir unseren Kommunikationspartner nicht kennen. Dieser "geschützte Raum" kann zu Datenklau und Hackerangriffen führen. Dabei sucht sich die KI, Lücken im System, um über die Schwachstellen als Einfallstor an Daten/Informationen/Passwörter zu gelangen. In einer Live-Vorführung wurde ein Hackerangriff und ein Datenklau simuliert.
Auch der Bundestag befasst sich derzeit mit dem "IT-Sicherheitsgesetz 2.0" mit der Fragestellung, ob Geschäftsleitungen generell verpflichtete werden können, an IT-Schulungen teilzunehmen, um Gefahren von Sicherheitslücken frühzeitig zu erkennen, um digitale Außenangriffe für ihr Unternehmen abzuwehren.
Das Fazit des Vortrags war eindeutig: Wer seine digitalen Systeme dauerhaft schützen möchte, sollte rechtzeitig handeln und die eigene IT-Sicherheit kontinuierlich verbessern und aufrüsten. Das Vortragsthema stimmte nachdenklich und halt bei den Teilnehmenden nach. Der aufgerüstete Schutz der persönlichen Sicherheit seiner IT-Systeme fängt bei jedem einzelnen selbst an..