24. September 2026
Auf Facebook teilenAuf X weitersagenArtikel versenden

Anstieg der Kraftstoffpreise

Arbeit der Personalräte und Fortbildungen im dienstlichen Auftrag wird in Thüringen erschwert

Beschäftigte des öffentlichen Dienstes, die zu beruflichen Zwecken ihren privaten PKW nutzen müssen, erhalten aktuell als Ausgleich lediglich 20 Cent/km als "Kleine Wegstreckenentschädigung" und 38 Cent/km als "Große Wegstreckenentschädigung", wenn erhebliche dienstliche Gründe vorliegen (entscheidet der Dienstherr) nach Thüringer Reisekostenrecht.

Beschäftigte die als Personalräte zu Sitzungen ihrer Gremien ihr privates Fahrzeug nutzen müssen, erhalten 20 Cent/km. Dies stellt eine Behinderung der Personalratsarbeit dar, weil unter den aktuellen Gegebenheiten dies eine Zumutung darstellt. Das gleiche gilt, wenn Beschäftigte zu Fortbildungen ihr privates Fahrzeug nutzen müssen. 

Viel zu wenig, sagt der Landesvorsitzende des tbb Frank Schönborn. Bereits im März 2026 hatte sich der tbb an die Thüringer Finanzministerin Katja Wolf gewandt und forderte, die Erhöhung der “Kleinen Wegstrecke” und die Erhöhung der "Großen Wegstrecke", für Personalräte und für Teilnehmer an Aus- und Fortbildungen. (Der tbb berichtete).

Die tägliche Fahrt mit dem Auto zur Arbeit und zurück wird zum finanziellen Fiasko 

Die steigenden Kraftstoffpreise um ca. 23 Prozent im Zeitraum 01.07.2026 – 14.09.2026 legen sich mit großen Sorgenfalten, auf die Stirn aller Beschäftigten, die täglich mit dem PKW pendeln müssen. Ein Ende der hohen Spritpreise scheint noch lange nicht in Sicht. Dabei reihen sich die gestiegenen Kraftstoffpreise in eine Reihe von weiteren Teuerungsraten des allgemeinen Lebens ein. Das Statistische Bundesamt führt auf ihrer Webseite die Verbraucherindexpreise und Inflationsrate. 

Wurde noch zu Corona-Zeiten großzügig Homeoffice und mobiles Arbeiten gewährt, stehen mittlerweile viele Dienstherren den Homeoffice-Regelungen skeptisch gegenüber. Der tbb fordert den Dienstherrn und Arbeitgeber auf, mobiles Arbeiten in allen Bereichen wo es möglich ist, anzubieten und auszubauen. Die Möglichkeit, im Homeoffice arbeiten zu können, ist für viele ein zentrales Kriterium bei der Job-Wahl und findet sich daher zurecht im Personalentwicklungskonzept (PEK) 2035. Der tbb fordert diesbezüglich mehr Verbindlichkeit bei der befürwortenden Aussage für diese Arbeitsformen.

Der tbb wird sich in seinen Gesprächen auf Fraktions- und Ministerebene für diesen Sachverhalt stark machen. 

zurück