Einkommensrunde TV-L 2025/2026
Warm anziehen, hart verhandeln: Wir trotzen dem Frost für faire Löhne am 3. Februar 2026 in Erfurt
Es geht um die Wurst. In der Einkommensrunde der Länder 2025/2026 protestieren wir für bessere Arbeitsbedingungen - auch in Erfurt.
Vor diesem Hintergrund ist es von zentraler Bedeutung, geschlossen aufzutreten, kollektive Handlungsfähigkeit sichtbar zu machen und ein eindeutiges Signal an die Arbeitgeberseite zu senden. Zu diesem Zweck wird am 3. Februar 2026 eine zentrale Demoaktion in Erfurt stattfinden, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen und die Bereitschaft zu weitergehenden Maßnahmen zu verdeutlichen.
3. Februar 2026 in Erfurt
10.00 Uhr | Treffpunkt vor der Thüringer Staatskanzlei
11.00 Uhr | Eröffnungskundgebung
11.15 Uhr - 12.15 Uhr | Kundgebung mit Rednern
13.00 Uhr | Abschlusskundgebung / Ende der Veranstaltung
Informiert gerne eure Kolleginnen und Kollegen und kommt vorbei! Jede Unterstützung zählt – gemeinsam stark für ein faires Ergebnis.
Tarifgemeinschaft deutscher Länder (ohne Hessen)
Forderungen
Entgelt:
- Erhöhung der Tabellenentgelte der Beschäftigten um 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro monatlich, bei einer Laufzeit von 12 Monaten
- Erhöhung der Zeitzuschläge gemäß § 8 Abs. 1 TV-L um jeweils 20 Prozentpunkte und Errechnung auf der Basis der individuellen Stufe, mindestens jedoch der Stufe 3
- Erhöhung der Entgelte der Auszubildenden, Studierenden, Praktikantinnen und Praktikanten um 200 Euro monatlich bei einer Laufzeit von 12 Monaten
Auszubildende und Studierende:
- Übernahme der Auszubildenden und dual Studierenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung unbefristet und in Vollzeit im erlernten Beruf
- Tarifierung der Arbeitsbedingungen der studentischen Beschäftigten, insbesondere: einheitliches Mindeststundenentgelt von 17 Euro im ersten Beschäftigungsjahr, 18 Euro im zweiten Beschäftigungsjahr und 19 Euro ab dem dritten Beschäftigungsjahr (Beginn ab dem ersten Arbeitsvertrag); Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten für jeden einzelnen Vertrag; Mindeststundenumfang von 40 Stunden pro Monat (Unterschreitung nur auf Antrag der Beschäftigten)
Erwartungen
Beschäftigte:
- Angleichung der Arbeitsbedingungen im Tarifgebiet Ost an das Tarifgebiet West, insbesondere: Regelung zur ordentlichen Unkündbarkeit, Angleichung der Arbeitszeit an Unikliniken
- Erhöhung der Attraktivität der Arbeitsbedingungen im Länderbereich, insbesondere durch stufengleiche Höhergruppierung und Erhöhung der Wechselschicht- und Schichtzulagen nach dem Vorbild des TVöD
- Mitgliedervorteilsregelung: ein zusätzlicher freier Tag für Gewerkschaftsmitglieder
- Einführung eines Sonderkündigungsrechts der Sonderregelungen für Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst (§ 52 TV-L)
- Einstieg in Verhandlungen zur Reform der Entgeltordnung Länder
- Umsetzung der Verhandlungszusage zum TV EntgO-L aus 2019, insbesondere zur vollständigen Einführung der Paralleltabelle für tarifbeschäftigte Lehrkräfte
Auszubildende, Studierende, Praktikantinnen und Praktikanten:
- Übernahme in Stufe 2 der jeweiligen Entgeltgruppe nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung
- Mobilitätszuschuss als Wahlmodell: Übernahme des Deutschlandtickets oder Tankkostenzuschuss in Höhe von 50 Euro
- Tarifierung der praxisintegriert dual Studierenden
Beamtinnen und Beamte, Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger:
- zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Verhandlungsergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten sowie Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsemfänger der Länder und Kommunen
Hintergrund: Von den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind etwa 3,5 Millionen Beschäftigte betroffen: Direkt ca. 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Bundesländer (außer Hessen), indirekt ca. 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen sowie rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger. Eine dritte Verhandlungsrunde ist für den 11. bis 13. Februar 2026 vereinbart.








