Einkommensrunde der Länder (TV-L 2025/2026)
Thüringen supported Dresden / Sachsen
Die Kolleginnen und Kollegen des SBB Beamtenbund und Tarifunion Sachsen veranstalteten heute gleich doppelte Protestaktionen in Leipzig und Dresden.
Die Thüringer Vertreter nahmen ihre Reise nach Dresden im Schneegestöber auf und bekräftigten mit ihrer Teilnahme und mit ihrem Engagement, die Forderung nach einer gerechten Bezahlung für Sicherheit, Bildung, Pflege, Verwaltung.
Auf der Demonstration kritisierte dbb Bundesvorsitzender Volker Geyer die Rhetorik der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL): „Wir mussten uns anhören, dass unsere Forderungen ‚astronomisch‘ seien. Das eigentliche Astronomische am öffentlichen Dienst sind aber die Überstundenberge, die die Kolleginnen und Kollegen anhäufen müssen, weil ihnen stetig neue Aufgaben übertragen werden.“ Statt auf fremden Sternen zu leben, solle die TdL wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen. Geyer habe Verständnis, dass die Finanzlage im Länderhaushalt angespannt sei. Aber: „Die Finanzlage der Beschäftigten ist ebenfalls angespannt. Das scheint der TdL aber egal zu sein.“ Zuletzt waren die Mieten sogar stärker gestiegen als die Inflation. „Wir brauchen eine Verbesserung der Einkommen, die es mit der Inflation aufnehmen kann“, unterstrich der dbb-Chef.
Nannette Seidler, Landesvorsitzende des Sächsischen Beamtenbunds SBB, ergänzte: „Wie will die Politik den Staat wieder fit machen will, wenn sie den Beschäftigten konstant Bremsklötze in den Weg legt? Die Länder müssen für eine bessere Bezahlung sorgen, sonst wandern ihnen die Beschäftigten in die Privatwirtschaft ab.“ Stattdessen betreibe sie ein nie dagewesenes Beamten-Bashing und ein Schlechtreden des öffentlichen Dienstes. „Wie will denn die Politik so neue Arbeitskräfte gewinnen und Bestandspersonal halten? Die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen verbessern ist an diesem Punkt das Mindeste, was die Länder für ihre Beschäftigten tun können“, betonte Seidler
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Nächste Woche findet in Thüringen eine Zentrale Demoaktion in Erfurt statt.
3. Februar 2026 in Erfurt
10.00 Uhr | Treffpunkt vor der Thüringer Staatskanzlei
11.00 Uhr | Eröffnungskundgebung
11.15 Uhr - 12.15 Uhr | Kundgebung mit Redner
13.00 Uhr | Abschlusskundgebung / Ende der Veranstaltung
Informiert gerne eure Kolleginnen und Kollegen und kommt vorbei! Jede Unterstützung zählt – gemeinsam stark für ein faires Ergebnis.
Weitere Informationen | Zentrale Demoaktion in Erfurt
Hintergrund:
Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes fordern für die Beschäftigten der Länder unter anderem eine Erhöhung der Tabellenentgelte der Beschäftigten um 7 Prozent, mindestens um 300 Euro monatlich sowie eine Erhöhung der Azubi-/Studierenden/ Praktikantinnen/Praktikanten-Entgelte um 200 Euro. Von den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind etwa 3,5 Millionen Beschäftigte betroffen: direkt ca. 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Bundesländer (außer Hessen), indirekt ca. 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen sowie rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger. Die kommende dritte Verhandlungsrunde ist für den 11.-13. Februar 2026 vereinbart.

